Liang Shuo in der Kunsthalle: DISTANT tantamount MOUNTAIN

In den letzten fünf Wochen sind in der Staatlichen Kunsthalle im wahrsten Sinne des Wortes Berge gebaut und versetzt worden. Tatsächlich hat der chinesische Künstler Liang Shuo altes Holz aus Abrisshäusern und die aussortierte Holzverkleidung einer Turnhallendecke verwendet, um eine Berg-Konstruktion zu installieren. Das gesamte Material stammt aus Baden-Baden und Umgebung. Der Künstler hat es geschichtet, er hat gebohrt und geschraubt – nun steht DISTANT tantamount MOUNTAIN, eine Plastik, die sich durch alle Ausstellungsräume zieht.

Die Einladung Liang Shuos ist das Ergebnis einer längeren Forschungsreise von Johan Holten, dem Direktor der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, die ihn im Frühjahr 2016 nach China führte. Im Mittelpunkt standen zahlreiche Atelier- und Ausstellungsbesuche, über 50 Künstler und deren Werk konnte Holten intensiv studieren. Dass eine Einzelausstellung mit Liang Shuo, den Holten bei dieser Reise kennenlernte, ein Experiment bedeuten würde, machte einen besonderen Reiz aus: Wenig ließ sich im Vorfeld planen. DISTANT tantamount MOUNTAIN wurde zu einem work in progress. (red)

Ausstellungsdauer: 22. Juli bis 15. Oktober 2017